Mein Name ist Thomas Dahlmann.
Ich bin kein klassisch ausgebildeter Banker, kein Börsenhändler aus Frankfurt und auch kein Finanztheoretiker.
Ich bin jemand, der Dinge verstehen will.
Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert und mich schon früh für Systeme interessiert:
Wie Entscheidungen entstehen.
Wie Wahrscheinlichkeiten wirken.
Warum Menschen unter Druck Fehler machen und wie man diese vermeidet.
Bevor ich 2011 das erste Mal mit Daytrading in Berührung kam, verbrachte ich viel Zeit mit Online-Poker. Nicht aus Spieltrieb, sondern aus Neugier. Poker war für mich ein perfektes Trainingsfeld: klare Regeln, unvollständige Informationen, Wahrscheinlichkeiten, Risikomanagement und vor allem Psychologie. Selbst wenn man alles richtig macht, kann man verlieren. Und genau das machte es spannend.
Als sich der rechtliche Rahmen für Online-Poker änderte und Plattformen schließen mussten, suchte ich nach einer Alternative und stieß auf Daytrading.
Schon nach wenigen Tagen Recherche war ich überzeugt, bereit zu sein.
Ich nahm 500 Euro aus meinen Poker-Gewinnen und eröffnete mein erstes Echtgeldkonto.
Der erste Trade mit Gewinn (rund 50 Euro in wenigen Minuten) fühlte sich unglaublich an. Zwei Monitore, Charts, schnelle Entscheidungen. Ich fühlte mich frei, unabhängig, fast unbesiegbar. Ich tradete stundenlang, teilweise den ganzen Tag.
Innerhalb einer Woche wuchs mein Konto von 500 Euro auf über 3.000 Euro.
Rückblickend war das der gefährlichste Moment meiner Trading-Laufbahn.
Ich begann zu rechnen, zu träumen, die Positionsgrößen zu erhöhen. Wenn 500 % in einer Woche möglich sind, warum nicht dauerhaft? Doch die Realität kam schnell und hart. Innerhalb weniger Tage war fast alles wieder weg. Als das Konto schließlich komplett auf null fiel, blieb Frust, Selbstzweifel und Ratlosigkeit zurück.
Ich hatte nicht verstanden, was das eigentliche Problem war.
Aber ich wusste eines:
Ich wollte nicht aufhören.
Dieses Gefühl, ortsunabhängig, eigenständig und ausschließlich auf Basis eigener Entscheidungen Geld zu verdienen, ließ mich nicht los.
Also startete ich neu, diesmal bewusst langsamer.
Ich suchte gezielt nach Büchern, nach Mentoren und nach einem strukturierten Ansatz. Wie schon beim Poker verstand ich: Alleine kann man lernen, aber mit jemandem an der Seite vermeidet man die größten Fehler.
Ich begann erneut mit 500 Euro, diesmal mit kleinsten Positionsgrößen. Ich dokumentierte jeden Trade, führte ein detailliertes Trading-Tagebuch und analysierte meine Entscheidungen täglich. Wochenlang bewegte sich mein Konto kaum. Plus minus null.
Doch etwas hatte sich verändert.
Ich wurde ruhiger.
Geduldiger.
Systematischer.
Ich reduzierte meine Handelszeit, konzentrierte mich auf klare Marktphasen und begann, nicht nur Trades, sondern auch meine Routinen, Emotionen und Denkfehler festzuhalten. Daraus entstand mein erstes eigenes Regelwerk.
Ein prägender Abschnitt war ein Praktikum in London, dem damaligen Finanzzentrum Europas. Dort lernte ich professionelle Trader kennen, sah unterschiedliche Strategien, Denkweisen, aber auch die Schattenseiten dieses Lebensstils.
Viele verdienten Millionen und waren trotzdem unzufrieden, gestresst oder hoch verschuldet. Für jemanden aus einfachen Verhältnissen war das ein wichtiger Realitätscheck. Freiheit und Zufriedenheit waren mir wichtiger als Status oder Selbstdarstellung.
Ich ging zurück nach Deutschland und arbeitete weiter an meinem eigenen Weg.
Was man bei mir bewusst nicht finden wird, sind teure Autos, Luxusuhren oder ein inszenierter Lifestyle. Das interessiert mich nicht. Ich lebe minimalistisch und investiere meine Zeit und Energie lieber in Herausforderungen, die mich geistig fordern. Trading ist für mich genau das: eine der ehrlichsten und anspruchsvollsten Herausforderungen überhaupt.
An der Börse starten im Grunde alle gleich. Gleiche Charts, gleiche Preise, gleiche Möglichkeiten. Es gibt keinen Bonus für Herkunft, Titel oder Kontakte. Aber es gibt auch keine Garantie für Erfolg. Die Chancen sind gleich, die Ergebnisse nicht. Und genau das macht Trading so einzigartig.
Es zwingt einen, Verantwortung zu übernehmen. Für Entscheidungen. Für Fehler. Für Emotionen. Und am Ende für sich selbst.
„An der Börse sind die Chancen gleich.
Die Ergebnisse nicht.
Und genau darin liegt die Wahrheit über sich selbst.“
Parallel zu meiner freiberuflichen Tätigkeit als Unternehmensberater im IT-Umfeld kam ich immer wieder mit Unternehmern, Geschäftsführern und Managern ins Gespräch, die investieren wollten. Ich erklärte Börsenthemen, Strategien und Risiken und merkte, wie groß der Bedarf an verständlicher, ehrlicher Aufklärung war.
So entstanden die ersten kleinen Seminare und Workshops. Nicht als Finanzshow, sondern als praxisnahe Einführung für Menschen mit wenig Zeit.
Aus meinem persönlichen Börsenregelwerk, das ursprünglich nur für mich gedacht war, entstand schließlich das Buch Daytrading für Einsteiger. Ich kürzte Fachbegriffe, vereinfachte Zusammenhänge und erklärte die Grundlagen so, wie ich sie mir selbst zu Beginn gewünscht hätte.
Ein Buch, das mir Verluste, Frust und Umwege erspart hätte.
Als das Buch erschien, hätte ich nie erwartet, was daraus entstehen würde. Unzählige verkaufte Exemplare, hunderte positive Bewertungen und eine Reihe von interessanten Kontakten und Lesergesprächen.
In den Jahren danach verlagerte sich mein Fokus zunehmend auf die größte Herausforderung im Trading: die Psychologie. Daraus entstand das Buch Trading-Psychologie: Mit klarem Kopf erfolgreich an der Börse handeln.
Parallel begann ich, mich intensiv mit automatisiertem Trading zu beschäftigen. Zunächst mit klassischen Expert Advisors auf MetaTrader, später immer stärker mit Python, eigenen Algorithmen und datengetriebenen Ansätzen. Ich liebe es, Systeme zu bauen, zu testen, zu verbessern und in den letzten Jahren auch mit KI-Technologien zu kombinieren.
Ein weiteres Feld, das mich nicht losgelassen hat, sind Kryptowährungen und Blockchain-Technologien. Auch hier faszinieren mich weniger Hypes, sondern Marktmechanik, Ineffizienzen und technische Strukturen. Für Einsteiger rate ich bewusst zur Vorsicht, aber für erfahrene Trader bieten sich hier außergewöhnliche Möglichkeiten.
Mein Antrieb ist bis heute derselbe geblieben:
Ich möchte zeigen, dass Trading kein Geheimwissen ist.
Dass man keine Bankausbildung braucht.
Aber dass Erfolg Disziplin, Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und ein klares System erfordert.
Wenn meine Bücher oder Inhalte Ihnen helfen, typische Anfängerfehler zu vermeiden, realistischer an die Börse heranzugehen und Ihren eigenen Weg zu finden, dann habe ich mein Ziel erreicht.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf Ihrer persönlichen Trading-Reise.
Herzliche Grüße
Thomas Dahlmann
Für weitere Fragen und Informationen gibt es auch die Möglichkeit, ein persönliches Gespräch mit mir zu buchen