Daytrading ist so einfach zu beginnen und doch so schwer zu meistern. Deshalb gibt es heute wichtige Trading-Tipps, wie Sie Ihr Trading nachhaltig verbessern können.

Ausführlichere Trading-Tipps, Strategien und vor allem das notwendige Grundlagenwissen finden Sie in meinem Buch „Daytrading für Einsteiger„.

1. Erstellen Sie einen Tradingplan

Ohne Plan und Strategie betreiben Sie nur Glücksspiel. Professionelles Trading erfordert, dass Sie wissen, was Sie tun und was Sie tun wollen. Der Tradingplan umfasst Ihre Strategie, Ihre Risiken, Ihre Routinen und vieles mehr. Für langfristigen Erfolg ist der Tradingplan das wichtigste Instrument.

Alle weiteren Details dazu und ein ausführliches Erklärvideo finden Sie auf Tradingplan.org.

2. Risikomanagement

Sie haben keine Kontrolle darüber, was der Markt tun wird. Daytrading unterliegt in gewissem Rahmen immer auch dem Zufall. Alles was Sie kontrollieren können ist einerseits Ihre innere Einstellung und die psychologischen Aspekte des Tradings und andererseits Ihre Risiken.

Die Risiken kontrollieren Sie durch Ihr Risikomanagement. Dazu gehört beispielsweise, dass Sie nie mehr als 1% Ihres Kapitals in einem einzelnen Trade riskieren. Die zweite sehr wichtige Regel ist, setzen Sie immer einen Stop-Loss. Der Markt kann jederzeit alles machen und auch das Gegenteil und ein Stop-Loss schützt Sie davor, zu viel Geld zu verlieren.

3. Zu viele Informationen vermeiden

Erfolgreiches Traden lernen bedeutet, dass Sie regelmäßig Entscheidungen treffen müssen. Wenn Sie jetzt in den Supermarkt gehen und haben 10 Erdbeermarmeladen zur Auswahl, denken Sie, das es die Entscheidung einfacher macht als nur eine Alternative zu haben oder zwei? Sie müssen viel mehr vergleichen und der Entscheidungsprozess wird unsicherer, komplexer und langwieriger.

Genauso ist es beim Trading. Weniger ist mehr. Vermeiden Sie zu viele Indikatoren, Nachrichten, Märkte oder Strategien. Diese werden Sie nicht zu einem besseren Trader machen. Nachrichten die öffentlich sind, sind oftmals bereits zu spät, Indikatoren zu wage und bedürfen genauerer Analyse und Interpretation und letzten Endes kommt es auf ganz andere Faktoren im Trading an. Ihre Strategie, die Disziplin und dass Sie einen Vorteil am Markt haben.

4. Pausen

Gerade beim Trading sind Pausen extrem wichtig. Nach einem Verlust, nach einer emotionalen Phase, manchmal auch nach Gewinnen, um diese zu behalten. Machen Sie öfters Pausen, Chancen wird es auch morgen noch geben, und solange Sie Geld auf dem Handelskonto haben, können Sie diese wahrnehmen.

5. Tradingroutinen

Tradingroutinen sind feste Abläufe die Sie regelmäßig vor und nach Ihren Trades durchführen. Ziel ist es Ihr Trading zu vereinfachen, weniger nachdenken zu müssen und vor allem Fehler zu vermeiden. Meine tägliche Analyse vor jedem Handelstag, die Kurs- und Marktanalyse vor einem Trade und der Eintrag in das Tradingtagebuch. Das sind alles Routinen, die ich immer wieder durchführe.

6. Feste Positionsgrößen

Einer der häufigsten Einsteigerfehler ist, die Größe der gehandelten Position zu verändern. Sie handeln einmal 0,5 DAX-Kontrakte und am nächsten Tag 2, den einen Tag 10 Aktien, den nächsten Tag 50 der gleichen Firma.Zunächst sei noch einmal gesagt, bestimmen Sie Ihre Positionsgröße anhand des Risikomanagements und Ihrer Strategie. Riskieren Sie soviel, wie Sie sich leisten können und genauso wichtig, wählen Sie einen Betrag, mit dem Sie sich wohl fühlen.Aber innerhalb einer Strategie und eines Marktes, sollten Sie bei einer Positionsgröße bleiben.

Häufig traden Anfänger, wenn sie sich besonders sicher sind oder weil sie Verluste ausgleichen wollen, größere Positionen. Dies ist einer der sichersten Wege, das Tradingkonto zu leeren. Nehmen wir an, Sie lagen richtig und der Trade wirft einen großen Profit ab, denken Sie es wird Ihnen leicht fallen, danach wieder die kleineren Positionen und die kleinen Profite zu traden?

Die Erfahrung zeigt, dass dem nicht so ist. Sie werden bei den größeren Positionen bleiben – und ohne richtiges Risikomanagement früher oder später beim ersten Verlust wird Ihr Handelskonto große Rückschläge erleiden.

Ein weiteres Szenario ist mindestens genauso häufig, viele Trader erzielen konstant gute kleine Gewinne, nur um dann mit einem größeren Trade wieder alles zu verlieren. Sie müssen dann noch einen großen Trade riskieren, nur um den vorherigen wieder hereinzuholen und so weiter. Selbst wenn Sie aus Vorsicht nach einem Verlusttrade die Positionsgröße reduzieren, nur um nicht nochmal so viel zu verlieren, hat dies den Effekt, das Sie eventuell diesmal richtig lagen, aber nicht so viel Gewinn erzielen, wie Sie vorher verloren haben. Sie sehen sicher schon, wohin das führt. Wechselnde Positionsgrößen sind in den allermeisten Fällen der Untergang.

Traden Sie solange mit einer festgelegten Positionsgröße, bis Ihr Risikomanagement eine Erhöhung zulässt und Sie mindestens 100 Trades oder einen längeren Zeitraum mit der aktuellen Positionsgröße Erfolg hatten. Dieser Zeitraum muss lange genug sein, um auszuschließen, dass Sie nur eine Glücksphase in Ihrer Strategie hatten.

7. Haben Sie eine Strategie

Kennen Sie das Roulettespiel im Casino? 18 Rote Felder und 18 Schwarz und eine grüne Null. Sie könnten auf Rot und Schwarz gleichzeitig setzen und würden zu 97,3% gewinnen! Klingt erstmal ganz gut, aber bedeutet auch, dass Sie nur wegen dieser grünen Null in einem von 37 Spielen statistisch gesehen alles verlieren. Diese kleine grüne Null ist der Grund, warum das Casino langfristig immer gewinnt. Sie können sicher das ein oder andere Spiel gewinnen, aber langfristig kann das Spiel nicht geschlagen werden.

Ihre Trading-Strategie ist Ihre persönliche grüne Null. Der Vorteil, mit dem Sie antreten. Die Strategie also extrem wichtig und Sie sollten bevor Sie mit dem Trading beginnen, zunächst eine Strategie ausarbeiten. Im Buch werden einige mögliche Strategien vorgestellt.

8. Handeln Sie in liquiden Märkten

Liquide Märkte bedeutet, dass es möglichst oft zu einer Kursstellung kommt, da durchgehend Transaktionen durchgeführt werden. Dies ist nicht zu verwechseln mit volatilen Märkten, welche großen Kursschwankungen unterliegen. In liquiden Märkten haben Sie in der Regel geringere Handelsgebühren. Außerdem werden Ihre Market/Stop-Ordern auch nahe dem aktuellen Kurs ausgeführt. In sehr illiquiden Märkten kann es hier zu erheblichen Kursschwankungen aufgrund fehlender Liqudität kommen. Für Daytrader ist das nicht geeignet. Im Forex Bereich sind es die Majors, ansonsten alle großen Indizes wie der DAX und der DOW. Alle in den großen Indizes gelistete Aktien zählen auch dazu. Das Ordervolumen oder Time and Sales Charts können Sie sich in den meisten Handelsprogrammen anzeigen lassen und so die Liquidität einschätzen. Beachten Sie auch, dass die größte Liquidität vorliegt, wenn sich die Öffnungszeiten der großen Börsen überschneiden.

9. Keine Market-Order

Als Neuling an der Börse sollten Sie Market Ordern vermeiden. Diese sind die Ursache der meisten impulsiven und spontanen Trades. Nehmen Sie stattdessen die Limit- oder Stop Buy Order und setzen Sie entsprechende Stop Ordern gleich dazu. Passen Sie diese konkret an Ihre Strategie an, legen Sie Einstieg und Stopps vorher fest und bleiben Sie auch dabei. Das hilft Ihnen, Ihre Emotionen während des Tradens zu kontrollieren.

10. Trading-Tagebuch

Der letzte und einer der wichtigsten Tipps: Führen Sie regelmäßig ein Tradingtagebuch und werten Sie dieses vor allem auch aus. Nur so können Sie Ihre Leistung erfassen, Fehler aufspüren und Ihr Trading kontinuierlich verbessern. In das Tradingtagebuch tragen Sie alle Trades ein, Ihre Stimmung und was sonst noch so Ihr Trading beeinflusst. Einen ausführlichen Artikel dazu finden Sie hier.