John Paulson, ein bekannter Hedgefondsmanager, verdiente im Jahre 2008, mitten in der großen Finanzkrise, die so viele ruinierte, über 3 Milliarden Dollar.

Wie?

Er wette mit Optionen auf die Krise.

Optionen sind ein sehr spezielles und in Deutschland kaum bekanntes Thema für Daytrader. Als Einsteiger sollten Sie sich in der Regel auf den CFD-Handel konzentrieren, da dies einfacher ist und praktisch, ähnliche Möglichkeiten bietet.

Trotzdem sind Optionen eine interessante Alternative und Sie sind nicht auf einen Marketmaker angewiesen, sondern handeln selbst direkt an den Börsen und wenn Sie Optionen einmal verstanden haben, ist es auch nicht kompliziert.

In diesem Artikel geht es genau darum:

Dass Sie Optionen grob verstehen und bereit für Ihren ersten Handel sind. Den Rest überlasse ich dann Ihrer Phantasie.

Was sind Optionen?

Optionen sind an einer Terminbörse gehandelte Rechte, ein Wertpapier oder eine bestimmte Ware nach einer festgelegten Frist und zu einem fixierten Preis zu kaufen (Calloption) oder zu verkaufen (Putoption).

Sie schließen also heute einen Vertrag darüber, in Zukunft, zu einem festgelegten Termin unter klar definierten Bedingungen eine Sache zu kaufen bzw. zu verkaufen.

Optionen werden auch als Derivate bezeichnet, dass sind Finanzprodukte die ihren Wert vom Wert eines anderen sogenannten Basiswertes (engl. Underlying) ableiten. Der Wert eines Optionsscheines auf Gold beispielsweise, hängt direkt vom jeweiligen Goldpreis ab.

Wann werden Optionen in der Praxis eingesetzt?

Es gibt zwei Hauptgründe, die Investoren dazu veranlassen, Optionen einzusetzen:

Der erste Grund ist Schutz vor Preisschwankungen.

Nehmen wir als Beispiel eine Großbäckerei die ihre finanzielle Jahresplanung machen will und vor Weihnachten immer große Mengen an Weizen benötigt. Den ungefähren Bedarf an Weizen kennt die Bäckerei aus den vergangenen Jahren. Um jetzt bereits im Januar sicherzustellen, dass man im Dezember beispielsweise 100 Tonnen Weizen zu einem festen Preis kaufen kann, bietet sich der Optionsmarkt an.

Der aktuelle Weizenpreis pro Tonne lag im Januar 2018 bei ca. 160 Euro pro Tonne. Jetzt könnte die Bäckerei im Januar per Call-Option (Kaufoption), deren Preis sich am aktuellen Marktpreis orientiert, absichern, dass sie im Dezember zur Weihnachtszeit zu diesem Preis von ca. 160 Euro 100 Tonnen kaufen kann. Dafür zahlt Sie eine Gebühr an den Herausgeber der Option (Stillhalter genannt) und dieser trägt das finanzielle Risiko, falls der Weizenpreis steigt.

Der aktuelle Weizenpreis im Dezember 2018 liegt jetzt bei ca 200 Euro! Die Bäckerei könnte also ihre Option ausüben und den Weizen günstiger kaufen, zu dem in der Option festgelegten Preis. Das finanzielle Risiko trägt der Herausgeber der Option, der in diesem Fall Verlust macht.

Wäre der Weizenpreis im Dezember 2018 bei 100 Euro gewesen, hätte die Bäckerei die Option einfach verfallen lassen können und der Herausgeber der Option hätte durch die Gebühr Gewinn gemacht. In der Regel verfallen ca. 80% der herausgegebenen Optionen, weshalb dieses Geschäftsmodell trotz der finanziellen Risiken trotzdem interessant ist.

Neben den Call-Optionen gibt es dann noch die Put-Optionen (Verkaufsoptionen), die garantiert den Verkauf, also beispielsweise der Großbauer, der nach der Ernte seinen Weizen zu einem festen Mindestpreis verkaufen will.

Da Sie vermutlich keine Bäckerei haben und auch kein Großbauer sind: Sie können damit genauso Ihr bestehendes Aktienportfolio beispielsweise vor Preisschwankungen absichern. Wenn Sie von einem kurzfristigen Kurseinbruch einer Position in Ihrem Portfolio beispielsweise ausgehen, könnten Sie durch einen entsprechenden zukauf einer Put-Option auf diese Aktie, den Verlust ausgleichen.

Der zweite Einsatzzweck von Optionen ist einfach der spekulative Handel mit ihnen, in der Hoffnung von den Preisentwicklungen zu profitieren.

Wenn Sie jetzt beispielsweise als privater Investor die Option hätten im Dezember für 100 Euro eine Aktie zu kaufen, der Marktpreis zu dem Zeitpunkt aber bei 150 Euro liegt, dann wäre der Wert Ihrer Option gestiegen. Da eine Option nie ausgeübt werden muss, kann Ihnen die Aktie oder worauf auch immer sich die Option bezieht egal sein. Sie könnten die Option dann aber ausüben und die Aktien sofort gewinnbringend verkaufen. Je nach Ausübungsart der Option können Sie das auch bereits vorher (mehr dazu unten).

Sie spekulieren also nur auf Preisänderungen. Mit Call-Optionen auf einen steigenden Preis und mit Put-Optionen auf einen fallenden Preis. Leicht vergleichbar mit einer Wette auf ein bestimmtes Ereignis. Sie könnten z.B. darauf wetten, das der DAX nächstes Jahr um 1.000 Punkte fällt oder aber auch steigt.

Das Wichtigste zu Optionen in Kürze

Der Optionsbesitzer kann die Option ausüben, muss aber nicht

Der Käufer oder Inhaber einer Option erwirbt sich das Recht zu kaufen oder zu verkaufen, verpflichtet sich aber nicht, das zu tun (Dies ist ein ganz wichtiger Unterschied z.B. zu Futures, bei denen gekauft bzw. verkauft werden muss!).

Er kann die gekaufte Option zu einem festgelegten Zeitpunkt ausüben, muss es aber nicht. Von diesem Prinzip stammt auch der Name des Geschäftsvorgangs „Optionshandel“.

Basiswerte von Optionen

Die Güter, um die es beim Optionshandel geht, heißen Basiswerte. Es können Wertpapiere (Aktien, Zinspapiere, Futures, Anleihen), Währungen, Rohstoffe, Getreide, Indizes, verschiedene Waren oder auch elektrische Energie sein.

Die Bezeichnung von Optionen

Im Gegensatz zu Aktien und anderen Wertpapieren und auch Optionsscheinen haben Optionen keine Wertpapierkennnummer oder ISIN. Optionen werden eindeutig identifiziert über den Basiswert (Kürzel), Call oder Put, Laufzeit, Basispreis.

Putoptionen

Der Käufer einer Putoption (Verkaufsoption) bekommt das Recht, zu einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem fixen Preis ein Wertpapier oder eine Ware zu verkaufen.

Calloptionen

Der Käufer einer Calloption (Kaufsoption) erwirbt sich das Recht, zu einer festgelegten Zeit und zu einem bestimmten Preis ein Wertpapier oder eine Ware zu kaufen.

Der Stillhalter bei Optionen

Der Stillhalter in einem Optionsgeschäft ist derjenige, der die Option verkauft. Er erhält dafür eine Optionsprämie und dies ist sein einziger möglicher Gewinn.

Stillhalter sind oftmals beispielsweise Banken oder Fonds. Die Bezeichnung Stillhalter ergibt sich daraus, dass der Herausgeber bis zur möglichen Ausübung der Option gar nichts tut, also „still hält“. Da statistisch gesehen 80% der Optionen ca. nie ausgeübt werden, kann sich das Geschäft durchaus lohnen.

Die größten Optionsbörsen

Optionen werden an sogenannten Terminbörsen gehandelt. Die weltweit aktuell größten nach Umsatz sind:
Einige der weltweit größten Derivatebörsen nach Handelsvolumen (EUR pro Jahr) sind:

  • CME Gruppe – 4,08 Mrd.
  • Eurex (inkl. ISE) – 3,7 Mrd.
  • Korea Exchange – 1,05 Mrd.
  • CBOE (inkl. CFE) – 1,8 Mrd.

Quelle

Berechnung des Wertes einer Option

Es gibt verschiedene Berechnungsmodelle für den Preis einer Option abhängig von verschiedenen Parametern wie:

  • Kurs des Basiswerts
  • Basispreis
  • Restlaufzeit
  • Implizite Volatilität
  • Zinssatz
  • Dividendenerwartung
  • Etc.

Das bekannteste Modell zur Berechnung ist das sogenannte Black-Scholes Modell, deren Details Sie hier finden. In der Praxis benötigen Sie diese Berechnungsmodelle jedoch nicht, um erfolgreich mit Optionen zu handeln.

Sind Optionen und Optionsscheine das Gleiche?

Nein. Bei Optionsscheinen ist jeweils eine Bank ihr Vertragspartner und diese Bank handelt dann die Optionen, schlägt jedoch beim erwerb des Optionsscheines eine Marge drauf. Also in der Regel ein schlechtes Geschäft, von dem Sie die Finger lassen sollten.

Optionen sind Hebelprodukte

Dass bedeutet, dass Sie das Risiko aber auch die Gewinnchancen deutlich erhöhen können. In der Regel liegt der Hebel bei Optionen im ein- bis niedrig zweistelligen Bereich. Es gibt jedoch auch Optionen die einen Hebel von 100 und mehr haben.

Ein kurzes Rechenbeispiel zu einem Hebelprodukt dazu:

Eine Aktie kostet 100 Euro, steigt um 10%, kostet dann 110 Euro und wenn Sie die Aktie besessen haben, dann haben Sie 10 Euro Gewinn erzielt.

Die Option auf die gleiche Aktie kostet beispielsweise nur 10 Euro, steigt der Basiswert, also die Aktie wieder um 10% haben Sie mit nur 10 Euro Einsatz trotzdem die vollen 10 Euro Gewinn erzielt.

Der Hebel berechnet sich aus Preis der Aktie (bzw. des Basiswertes) dividiert durch den Wert der Option und ggf. multipliziert mit der Ratio.

Also im Beispiel oben ist die Ratio 1, weil sich die Option auf eine Aktie bezieht. Es gibt aber auch viele Optionen, die sich auf den Kauf von z.B. 100 Aktien beziehen, dann ist die Ratio 100. Der Hebel ist dann 100 Euro geteilt durch 10 Euro, also 10.

Hebelprodukte bergen immer ein größeres Risiko, da auch ein Totalverlust schnell möglich ist. Dieses Risikos sollten sich Anleger immer bewusst sein.

Geschichte des Optionshandels

Die Geschichte des Optionshandels beginnt in den Niederlanden im 17. Jahrhundert. In dieser Zeit wurden Tulpen aus der Türkei in die Niederlande importiert.

Am Anfang war die Pflanze nur den reichen Bürgern zugänglich, bis die niederländischen Züchter anfingen, die einfarbigen Pflanzen zu kreuzen. Die daraus entstandenen Neuzüchtungen erweckten so eine Begeisterung bei der niederländischen Bevölkerung, dass die Nachfrage nach den ungewöhnlichen Pflanzen explosionsartig wuchs und die Preise dementsprechend immer weiter stiegen.

Auf einmal konnte man mit der Anpflanzung und dem Handel von Tulpen sehr viel Geld verdienen. Immer mehr Menschen stiegen in das Geschäft ein. Inzwischen wurden nicht nur die Blumen, sondern auch Tulpenzwiebeln gehandelt. Im nächsten Schritt wurden sogar Geschäfte mit den Zwiebeln gemacht, die sich noch im Boden befanden. Das heißt, man hat mit der Ware gehandelt, die erst in der Zukunft entstehen sollte. So kam es zu Optionshandel. Der Tulpenzwiebelverkäufer versprach dem Käufer, dass er ihm zu einem fixen Zeitpunkt eine gewisse Menge an Zwiebeln zu einem vereinbarten Preis verkauft. Im Unterschied zu der heutigen Zeit verpflichtete sich der Käufer damals, die Tulpenzwiebel zu dem genannten Zeitpunkt und Preis zu kaufen, und konnte von der Vereinbarung nicht zurücktreten.

Dieser Unterschied hatte gravierende Folgen. 1637 brach die Nachfrage auf einmal ein, was den Ruin von vielen Menschen, die ihr ganzes Vermögen ins Optionsgeschäft investierten, hervorbrachte. Wegen der fehlenden Nachfrage sanken die Preise für die Tulpenzwiebeln ruckartig. Die Käufer, die darauf gehofft haben, die Tulpenzwiebeln durch den weiteren Verkauf zu einem höheren Preis zu bezahlen, konnten die Tulpenzwiebeln zu dem gehofften Preis nicht verkaufen und hatten daher kein Geld, die Optionen zu bezahlen.

Um ihre Verpflichtungen aus dem Optionsgeschäft nachzugehen, mussten sie das Vielfache bezahlen für die Ware, die nur wenig wert hatte. Da die Bevölkerung von den Niederlanden größtenteils am Tulpenzwiebelhandel beteiligt war, brachte der Preisabfall auf dem Tulpenzwiebelmarkt das ganze Land in eine sehr schwierige wirtschaftliche Situation. Der sogenannte Tulpenwahn oder Tulpenmanie ging in die Wirtschaftsgeschichte als die erste Spekulationsblase ein.

Wie funktioniert der Optionshandel?

Es gibt zwei verschiedene Varianten von Optionen: die Kaufoption (Calloption) und die Verkaufsoption (Putoption).

Eine Kaufoption wird abgeschlossen, wenn der Käufer davon ausgeht, dass der Preis für den Basiswert in Zukunft steigt. Er erwirbt das Recht, den Basiswert zu einem späteren Zeitpunkt zum heutigen Preis zu kaufen und bezahlt dafür eine Optionsprämie. Wenn der Preis für den Basiswert zum Fälligkeitszeitpunkt steigt, übt der Käufer die Option aus, zahlt den Kaufpreis, bekommt den Basiswert und kann ihn sofort weiterverkaufen, um einen Gewinn zu erzielen.

Der Verkäufer, oder Stillhalter, bekommt das Geld und behält die Optionsprämie. Wenn der Kaufpreis für den Basiswert zum Übergabezeitpunkt fällt, übt der Käufer die Option nicht aus.

Der Basiswert bleibt beim Verkäufer und als Entschädigung für die geplatzte Transaktion behält der Verkäufer die Optionsprämie. Bei der Kaufoption liegen alle Pflichten beim Verkäufer: Er ist verpflichtet, den Basiswert zum vereinbarten Zeitpunkt zum vereinbarten Preis zu liefern. Der Käufer hat dabei das Recht, den Basiswert abzunehmen oder das Geschäft nicht auszuüben.

Eine Verkaufsoption wird von dem Verkäufer eines Basiswertes erworben. Damit erhält er das Recht, zu einem bestimmten Zeitpunkt den Basiswert zu einem fixen Preis zu liefern. In diesem Fall ist er zu der Lieferung des Basiswertes nicht verpflichtet.

Eine Verkaufsoption wird abgeschlossen, wenn der Verkäufer von den fallenden Kaufpreisen ausgeht und seine Bezugswerte gegen Verluste absichern will. Sein Kontrahent, der Stillhalter genannt wird, muss bis zum Verfalltermin der Option die vereinbarte Kaufsumme jederzeit zur Verfügung haben. Dafür erhält er eine Optionsprämie. Wenn der Preis für den Basiswert fällt, übt der Verkäufer die Option aus und erhält für den Basiswert den vorher vereinbarten, viel höheren als am Übergabezeitpunkt Preis.

Der Stillhalter ist verpflichtet, den Basiswert abzunehmen und die vereinbarte Kaufsumme zu bezahlen. Als Ausgleich seiner Verluste behält er die Optionsprämie. Wenn der Preis für den Basiswert wider Erwarten des Verkäufers nicht fällt, übt er die Option nicht aus und behält den Basiswert. Der Käufer ist von seiner Verpflichtung, die Ware abzunehmen, entbunden, und verbucht die vereinnahmte Optionsprämie als Gewinn.

In der Praxis kaufen Sie Optionen einfach bei ihrem Broker/Bank. Empfehlungen dazu finden Sie weiter unten.

Beispielrechnung für den Optionshandel

Sie kaufen eine Call-Option mit einer VW-Aktie als Basiswert. Die Aktie hat aktuell einen Wert von 100 Euro.

Der Preis (auch Prämie genannt) der Option beträgt 10 Euro bei einem Ausübungspreis (auch Strike genannt) von 105 Euro.

Wenn der Kurs der VW-Aktie auf 130 Euro steigt, liegt sie 25 Euro über dem Ausübungspreis Ihrer Option.

Da der Optionsschein 10 Euro gekostet hat, bleibt Ihnen am Laufzeitende ein Gewinn von 15 Euro. Sie haben also ihr eingesetztes Geld mehr als verdoppelt.

Jedoch bedeutet das auch, wenn der Kurs der VW-Aktie auf unter 105 Euro fällt, dass Sie einen Totalverlust erleiden.

Die Ausübungsarten im Optionshandel

Der Ausübung einer Option kann eine von drei verschiedenen Ausübungsarten zugrunde liegen, die bei der Abschließung der Option vereinbart wird:

  1. Die amerikanische Option kann an jedem Handelstag vor Erreichen des Verfallsdatums ausgeübt werden.
  2. Die Bermuda-Option bietet mehrere Daten für die Ausübung zur Auswahl an.
  3. Bei Abschluss einer europäischen Option wird ein fixiertes Verfallsdatum vereinbart.

Kennzahlen und Begriffe der Optionen

Strike: Als Strike wird der Ausübungspreis einer Option bezeichnet. Also der Preis zu welchem der Basiswert bei Ausübung der Option gehandelt werden kann.

Innerer Wert und Zeitwert einer Option. Der Innere Wert ergibt sich aus der Abweichung vom Strike zum aktuellen Kurs des Basiswertes. Den Zeitwert erhalten Sie, wenn Sie den inneren Wert vom aktuellen Preis der Option abziehen. Umso näher das Verfallsdatum rückt, umso weniger ist deíe Otion in der Regel Wert.

Delta gibt die Sensitivität der Option an und zeigt, welchen Einfluss der Basiswertpreis auf den Wert der Option hat.

Gamma zeigt, wie stark Optionsdelta sich ändert, wenn sich der Basiswertpreis um eine Einheit ändert und alle anderen Größen bleiben konstant.

Theta ist der Indikator dafür, wie stark sich der theoretische Optionswert ändert, wenn die Restlaufzeit um einen Tag verkürzt wird und alle anderen Größen sich nicht ändern. Vega zeigt die Änderung des Optionswertes bei der Änderung der Volatilität des Basiswerts um einen Prozentpunkt.

Rho gibt die Änderung des Optionswertes an, wenn sich der Zinssatz am Markt um einen Prozentpunkt ändert.

Der Hebel ergibt sich aus der Division des aktuellen Kurses des Basiswerts durch den aktuellen Optionspreis, multipliziert mit der Ratio.

Omega ergibt sich aus der Multiplikation des Deltas mit dem aktuellen Hebel.

Voraussetzungen für den Optionshandel

Um den Optionshandel ausüben zu können, muss der Anleger zunächst die Termingeschäftsfähigkeit bei seiner depotführenden Bank beantragen.

Die ersten Transaktionen sind möglich, sobald das speziell für den Optionshandel vorgesehene Konto eingerichtet ist. Für den Kauf von Call oder Put-Optionen braucht der Anleger keine Sicherheiten zu hinterlegen.

Sie können bereits mit weniger als 50 Euro und jedem internetfähigen Computer oder Smartphone mit dem Optionshandel beginnen. Wichtig ist die Auswahl eines richtigen Brokers zum Handel mit Optionen.

Broker für den Handel mit Optionen

Sie können beispielsweise bei den folgenden Brokern ein solches Depot eröffnen:

Der Handel mit Binären Optionen

Im Unterschied zu einer klassischen Option, können bei einer binären Option nur zwei Szenarien eintreten:

Wenn ein zuvor definiertes Ereignis eintritt, erhält der Käufer einen bestimmten Betrag, ansonsten verfällt die Option und wird wertlos.

Binäre Optionen werden für Aktien, Währungen, Rohstoffe, Indizes abgeschlossen. Als Grundlage für eine Binäre Option dient ein bestimmter Wert. Der Käufer muss eine Prognose abgeben, ob dieser Wert steigt, fällt, sich innerhalb oder außerhalb bestimmter Grenzen bewegt.

Normalerweise wird eine sogenannte Schwelle markiert, die den Bereich definiert, der erreicht werden muss, damit der Käufer gewinnt. Bei den europäischen Optionen muss das gesetzte Ereignis nach dem Ende der Laufzeit eintreten und bei amerikanischen während der Laufzeit.

Der Handel mit den Binären Optionen ist seit dem Jahr 2008 erlaubt. In diesem Jahr wurde entschieden, die Binären Optionen als eine Investitionsmöglichkeit freizugeben.

Nach und nach hat der Handel mit Binären Optionen immer neue Funktionen und Handelsmöglichkeiten erhalten. Fast alle Broker für Binäre Optionen befinden sich auf Zypern und werden von der Cypres Securities and Exchange Commission überwacht.

Wie auch bei den klassischen Optionen, gibt es bei den Binären Optionen Call- und Putoptionen, bei denen der Käufer entscheiden muss, ob der Preis steigt oder fällt. Bei den One Touch, Double Touch und No Touch Optionen muss der Käufer entscheiden, ob bestimmte Schwellen berührt werden müssen oder nicht berührt werden dürfen. Bei der richtigen Entscheidung und Eintreffen der Bedingung erhält der Käufer das Geld. Ansonsten entsteht ein Totalverlust.

Das Thema werde ich in einem eigenen Artikel nochmal ausführlich behandeln, aber als kurzes Fazit schonmal vorweg:

In den allermeisten Fällen sollten Sie die Finger davon lassen. Dies ist in der Regel mehr ein Glücksspiel und Sie als Anleger werden gegenüber normalen Optionen oder CFDs benachteiligt.

Fazit zu Optionen

Optionen sind ein spannendes Finanzprodukt für fortgeschrittene Daytrader. Sie eigenen sich teilweise um ein Depot abzusichern und vor allem sind Sie aufgrund des Hebels spannend, um auf besondere Marktereignisse zu wetten. Wenn Sie auf den nächsten großen Finanzcrash wetten wollen, sind Optionen das Mittel der Wahl.

Für langfristige Investitionen, Einsteiger oder fertige Handelssystem die Sie im teilweise Online kaufen können sind Optionen nicht geeignet.