Sie wollen rund um die Uhr handeln können und durch geschicktes Trading ortsunabhängig Ihr Geld verdienen? Dann sollten Sie sich den Forex-Markt ansehen. Alles was Sie dazu benötigen ist ein Computer mit Internetanschluss, eine Trading-Software und ein Handelskonto bei einem Forex-Broker.

Der Forex-Markt ist mit einem Tagesumsatz von fast 5 Billionen US-Dollar der größte Markt der Welt. Der Handel findet an allen Werktagen 24 Stunden statt, er beginnt 22 Uhr GMT am Sonntag in Neuseeland und endet Freitag Abend 21 Uhr GMT in New York.

Forex Trading steht für Foreign Exchange, was so viel wie Fremdwährung bedeutet.

Beim Forex-Handel ist die Grundidee folgende:

Sie tauschen heute Geld in einer Währung gegen eine andere, um später, wenn der Wechselkurs sich geändert hat, zurückzutauschen. Also anstatt Geld gegen Waren zu tauschen, wird beim Forex-Handel Geld gegen Geld getauscht.

1. Ein Rechenbeispiel zum Forex-Handel aus der Praxis

Sie fliegen in den Urlaub in die USA. Dazu tauschen Sie am 14.07.2016 1.000 Euro gegen US-Dollar. Der Wechselkurs beträgt zu diesem Zeitpunkt 1,1277. Das heißt 1 Euro = 1,1277 Dollar und Sie erhalten 1.127,6500 Dollar für Ihre 1.000 Euro. Nehmen wir an, Sie waren in Ihrem Urlaub besonders sparsam und haben kein Geld ausgegeben. Sie kehren am 23.07.2016 zurück und tauschen Ihre 1.127,6500 Dollar gegen Euro zurück. Der Wechselkurs zu diesem Zeitpunkt beträgt 1,0975. Das bedeutet Sie erhalten 1.027,47 Euro. Sie haben in Ihrem Urlaub also 27,47 Euro verdient, weil Sie zum richtigen Zeitpunkt jeweils Geld gewechselt haben.

2. Wie funktioniert der Forex-Handel?

Grundlage für den Austausch ist der Wechselkurs, welcher durch geldpolitische Maßnahmen und ökonomische Veränderungen Schwankungen unterliegt.

Der Wechselkurs wird immer für ein Wechselpaar angegeben, beispielsweise EUR/USD = 1,1277. Das bedeutet, für eine Einheit der Basiswährung Euro, erhalten Sie 1,1277 Einheiten der Referenzwährung US Dollar. Die Kursschwankungen werden dabei in Prozenten oder aber gebräuchlicher als Punkte angegeben, im englischen auch PIP genannt. Ein Punkt entspricht dabei der vierten Kommastelle im Währungskurs.

Beim Forex-Handel kaufen Sie sogenannte Lots. Ein Lot entspricht 100.000 Einheiten einer Fremdwährung. Verschiedene Broker bieten speziell für Kleinanleger auch kleinere Stückelungen von Mini- oder Mikrolots. Der Handel erfolgt dabei für Sie, ähnlich wie bei den Aktien, über Ihre normale Daytrading-Software.

Der Broker verdient dabei an jedem Handel mit, indem er für den Handel Gebühren verlangt. Die Gebühren werden im Forex-Handel als Spread bezeichnet. Ähnlich wie es beim Kauf einer Aktie einen An- und Verkaufspreis gibt, gibt es diesen auch beim Forex-Trading. Die Lücke zwischen den Preisen ist der Spread und wird meist in Pips, also Punkten des Wechselkurses, angegeben. Gerade als Daytrader, der viel handelt, ist es daher sehr wichtig, einen Broker mit möglichst niedrigem Spread zu wählen. Weitere Gebühren fallen an, wenn Sie Positionen über Nacht halten, da die gehebelte Summe einem Kredit entspricht. Diese Gebühr wird auch als Swap bezeichnet.

Das Interessante am Forex-Markt für Daytrader ist der sehr große Hebel, der zwischen 50 und 800 liegt. Wenn Sie den maximalen Hebel von 800 wählen, können Sie also mit lediglich 1250 Euro Einsatz, 1 Mio. Einheiten einer Fremdwährung handeln. Auf das Urlaubsbeispiel übertragen, hätten Sie bei den gleichen 1000 Euro Einsatz, in der selben Zeit, 21.976 Euro verdient.

3. Die Vor- und Nachteile des Forex-Handels

3.1 Vorteile

  • sehr großer Hebel
  • rund um die Uhr handelbar
  • hohe Liquidität des Marktes
  • je nach Uhrzeit gibt es ruhigere und aktivere Phasen, für jeden Geschmack etwas
  • größter Markt der Welt

3.2 Nachteile

  • hohes Risiko
  • Totalverlust möglich – beachten Sie hier das Risikomanagement

4. Die Wahl des richtigen Forex-Brokers

Um erfolgreich mit dem Forex-Handel zu beginnen, benötigen Sie einen Forex-Broker.

Das Wort Broker stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Makler, Vermittler oder Zwischenhändler. Genau das tut ein Broker: Er vermittelt Ihre Kauf- und Verkaufsaufträge und verwaltet Ihre gekauften Finanzprodukte.

So, wie Sie eine Bank benötigen, um ein Konto zu führen und Geld zu überweisen, benötigen Sie einen Broker, um Aktien oder andere Finanzprodukte zu kaufen und Ihr Depot zu verwalten. Ein Depot ist die Sammlung aller Aktien, die Sie gekauft haben. Oftmals sind Banken gleichzeitig auch Broker, aber zu schlechteren Konditionen als darauf spezialisierte Anbieter.

Die Wahl des richtigen Brokers macht einen entscheidenden Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg.

Folgende Punkte sind wichtige Kriterien bei der Auswahl eines Brokers:

  • Gehandelte Produkte sind das Top-Kriterium, wenn Sie sich für einen Broker entscheiden. Es gibt beispielsweise reine Forex-Broker, andere bieten CFDs oder Aktien
  • Gebühren: Hier unterscheiden sich die Broker. Für einen Daytrader, der viel handelt, sind niedrige Gebühren wichtig.
  • Sitz des Brokers: Je nach Land unterscheiden sich die staatlichen Regulierungen, steuerlichen Bedingungen und Zugriffsmöglichkeiten der Steuerbehörden.
  • Einlagensicherung: Deutsche Banken beispielsweise bieten in der Regel eine Einlagensicherung an. Das bedeutet, wenn Ihre Bank zahlungsunfähig wird, haften andere Banken für einen Teil Ihres Geldes.
    Regulierung / zuständige Finanzaufsichtsbehörde
  • Methoden zur Ein- und Auszahlung
  • Schnittstellen: Welche Handelssoftware können Sie benutzen und welche Kursdaten erhalten Sie von Ihrem Broker.
  • Daytrading-Software des Brokers
  • Art des Marktzugangs
  • Eröffnungsbonus: Bei einigen Brokern erhalten sie kostenlos nach der Anmeldung ein Startguthaben, so dass Sie innerhalb weniger Minuten mit dem Handel beginnen können.

Eine Auswahl empfehlenswerter Broker finden Sie immer aktuell auf der Webseite in unser persönlichen Empfehlungs-Liste für Forex Broker. Alle der dort aufgelisteten Broker sind Forex-Broker und für das Trading mit Fremdwährungen geeignet.

Die Eröffnung eines Handelskontos geht schnell, teilweise in nur wenigen Minuten. Der Broker benötigt dazu von Ihnen die üblichen Angaben wie Name oder Adresse und zusätzlich eine Risikoauskunft.

Als Daytrader handeln Sie überwiegend mit gehebelten Finanzprodukten. Welche genau das sind, wird noch ausführlich erläutert. Wichtig ist zu wissen, dass diese zur höchsten Risikoklasse gehören. Daher sichern sich Finanzinstitute meist durch einen Fragebogen ab, in dem sie Ihre bisherigen Börsenerfahrungen abfragen. Diese Angaben sind nicht prüfbar oder verbindlich, es ist also Ihrer ehrlichen Selbsteinschätzung überlassen, welches Risiko Sie sich zutrauen. Um Sie auf diese Risiken vorzubereiten, ist dieses Buch an Ihrer Seite.

Wenn Sie das Handelskonto bei Ihrem Broker eröffnet haben, sind Sie bereits erfolgreich den ersten Schritt Ihrer neuen Daytrading-Karriere gegangen.

5. Die Eröffnung eines Handelskontos bei einem Forex-Broker

Das folgende Video zeigt Ihnen kurs, welche Schritte notwendig sind, um erfolgreich mit dem Forex-Handel zu beginnen und ein Handelskonto bei einem Broker zu erstellen.

6. Fazit zu den Forex-Brokern und dem Forex-Handel

Der Forex-Markt istmit Recht einer der beliebtesten Märkte für Trader und Daytrader. Große Hebel, hohe Liquidität und die ständige Verfügbarkeit ziehen viele Daytrader vom Anfänger bis zum Profi an. Der Forex-Handel ist für kurz- und mittelfristige Investitionen geeignet aber auch, um andere langfristige Investitionen abzusichern.

Achten Sie unbedingt auf die Wahl eines geeigneten Forex-Brokers. Außerdem sollten Sie sich einen Tradingplan erstellen und die wichtigsten Trading-Tipps beherzigen.

Falls Sie noch ganz neu am Forex-Markt sind, sollten Sie zunächst mit meinen Büchern Daytrading für Einsteiger und Trading-Psychologie beginnen. Wenn Sie noch Fragen dazu haben, können Sie sich gerne per Email bei mir melden.